




Behavioral Finance ist eine sehr junge Wissenschaft. Sie wird von Universitäten weitgehend ignoriert da es kaum Beweise sondern nur Beobachtungen für die Existenz dieser Theorie gibt. Vor allem wird sie nie so exakt eingegrenzt werden können wie die klassische Lehre. Behavioral Finance gibt es, weil Menschen hinter den Entscheidungen stehen, und mit jeder Veränderung der Einstellung der Menschheit wird sich auch die Behavioral Finance wandeln. Allerdings gibt es aus der Psychologie Beobachtungen, welche mindestens einige wesentliche Punkte aufgreifen und Lösungsansätze liefern. (siehe Glossar: Herding, Anchoring, Fear). Behavioral Finance muss gelebt und erlebt werden, sie muss im Geist veränderbar sein und Anleger sollten es eher als Richtlinien denn als Regeln verstehen. Jeder muss zulassen, dass sie sich über den Lauf der Zeit verändert und dies erkennen und entsprechend handeln!
Märkte sind ineffizient! Informationen werden falsch und zeitverzögert aufgenommen und oft sieht man Überreaktionen (informational cascades). Einige erwähnen sogar dass sich mit aktivem investieren längerfristig kein Geld verdienen lasse und der Markt nicht geschlagen wird. Dies wäre wie die Gedankenhaltung, alle Fussballspieler haben dieselben Chancen ein Tor zu schiessen, egal wie talentiert jemand ist oder wie viel Training er hat. Auch wenn alle Investoren dieselbe Grundchance haben, einige spielen das Finanzspiel einfach etwas klüger, sei es durch Erfahrung, Training oder Talent. Deshalb versucht die Behavioral Finance die menschliche Seite des Anlegens mit der mathematischen zu verknüpfen!